Gap-Analyse: den Abstand messen
Eine Gap-Analyse vergleicht systematisch den Ist-Zustand mit den Anforderungen des Zielstandards (ASPICE, VDA ISA, IATF). Ergebnis ist eine priorisierte Lückenliste mit Maßnahmen — sie sagt, was fehlt und was zuerst angegangen werden sollte.
Sie ist der richtige Einstieg, wenn der Reifegrad unklar ist oder ein Termin noch weiter entfernt liegt. Die Diagnose-Stufe von HCQ ist im Kern genau das: eine kompakte Gap-Analyse mit Risikoeinschätzung.
Mock-Audit: den Ernstfall proben
Ein Mock-Audit simuliert die reale Assessment-Situation: Interviews, Dokumentenprüfung, kritische Nachfragen unter Zeitdruck. Es testet nicht nur die Artefakte, sondern auch, ob das Team seine eigene Argumentationskette souverän erklären kann.
Es ist sinnvoll, wenn die Lücken weitgehend geschlossen sind und ein konkreter Audit-Termin näher rückt. Häufige Erkenntnis: Die Dokumente stimmen, aber die mündliche Erklärung im Interview wackelt — und genau das bewertet ein Assessor mit.
Die Reihenfolge
In der Praxis bewährt sich: erst Gap-Analyse (1.900 €, voll auf die Jahreslizenz anrechenbar), dann Maßnahmen, dann Mock-Audit kurz vor dem Termin. Optionale Beratertage (1.500 €/Tag) decken Begleitung am Assessment-Tag und CAPA-Nachbereitung ab.
- Gap-Analyse misst den Abstand zum Standard und priorisiert Maßnahmen.
- Mock-Audit probt den Ernstfall inklusive Interviews und Nachfragen.
- Bewährte Reihenfolge: Gap-Analyse → Maßnahmen → Mock-Audit kurz vor dem Termin.

Über den Autor
Rainer Hampicke
Rainer Hampicke ist Gründer von Hampa Core Quality. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie mit — frühere berufliche Stationen u. a. bei ZF, Johnson Controls und Kautex Textron. Heute begleitet er Zulieferer und Deep-Tech-Unternehmen persönlich als strategischer Berater zur Audit-Readiness.